Der Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt

Kiefernbuschhornblattwespe bedroht tausende Hektar Wald in Südbrandenburg

Südbrandenburg. Im vergangenen Spätsommer kam es in Südbrandenburg, u.a. in einem dort angrenzenden Landkreis zu Sachsen-Anhalt, zu erheblichen Fraßschäden durch die Kiefernbuschhornblattwespe. Günstige Witterungsbedingungen durch Hitze und anhaltende Trockenheit begünstigten die Entwicklung einer zweiten und damit gefährlicheren Generation. Das Ausmaß ist enorm. Mehr als 18.000 ha der Kiefernbestände wurden dabei beschädigt oder kahl gefressen. Und gerade einmal die Hälfte von 5.000 ha zur Bekämpfung beantragter Fläche konnten im vergangenen Jahr mit Insektiziden aus der Luft besprüht werden. Aufwendige Genehmigungsverfahren verhinderten eine zeitnahe und flächendeckende Bekämpfung. Denn wo beispielsweise ein Vogelschutzgebiet ist, verlangte die Untere Naturschutzbehörde ein Gutachten, um sicher zu stellen, dass das Gift nicht auch Vögeln schadet. Die Dauer für ein solches Gutachten betrug mehrere Wochen.

Schätzungsweise 10 % der betroffenen Bestände sind bereits abgestorben. Waldbesitzer fordern nun eine Art „Notfallplan“, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zeitnah in solchen Extremfällen zu gewährleisten. Auch fordern sie eine Entschädigung für ihre Verluste. (Quelle: rbb, 2.3.2017)

 

 

Wissenschaft oder Wohlleben? Fakten oder romantische Halbwahrheiten?

Magdeburg/Göttingen. Die Universität Göttingen hat die Initiative einer online Petition gestartet. Darin heisst es: "Auch im Wald: Fakten statt Märchen - Wissenschaft statt Wohlleben". Anlass dafür gibt das Buch "Das geheime Leben der Bäume" von Peter Wohlleben. Ein Werk, dessen Inhalt bereits ein Massenpublikum angezogen hat. Doch werden dem Leser weniger wissenschaftliche Fakten unterbreitet, sondern vielmehr jene Inhalten, die auf "Halbwahrheiten, eigenen Bewertungen selektiv ausgewählter Quellen und Wunschdenken" beruhen und somit verherrlichende Emotionen auf breiter gesellschaftspolitischer Ebene auslösen. Wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über komplexe waldökologische Zusammenhänge bleiben bewusst darin ungeachtet.

Unter den Unterzeichnern dieser Petition befinden sich viele ForstwissenschaftlerInnen, BiologInnen und ÖkologInnen, welche gleichermaßen den Aussagen von Wohlleben fehlende wissenschaftliche Untermauerung anmahnen. Beispielhafte Aussagen des Autors dieses Buches werden in der Petition aufgegriffen und mit wissenschaftlichen Erkenntnissen widerlegt, was zeigt, dass entweder auf eine grundlegende Recherche des Autors verzichtet wurde oder schlichte Unwissenheit herrschte.

Die Petition läuft noch bis zum 8. April 2017 und ist unter dem folgenden Link erreichbar.

Online Petition - Auch im Wald: Fakten statt Märchen - Wissenschaft statt Wohlleben

 

Offener Brief und Sorgen der Landnutzer sind Chefsache

Magdeburg. Nachdem das Gespräch am 26. Januar mit Ministerin Prof. Dr. Dalbert und den Verbänden gescheitert war, fand am 2. Februar ein erneuter, positiver Ansatz in der Staatskanzlei statt. Vertreter des Fachministeriums waren die Ministerin und mehrere  verantwortliche Mitarbeiter ihres Hauses. Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff stellte zu Beginn klar, dass die im Verbändebrief aufgeworfenen Fragen diskutiert werden würden und er für dieses Gespräch keine Zeitbegrenzung habe.

Zur Forstwirtschaft erläuterte Prinz Salm die klaren Forderungen bezogen auf die  Personalausstattung und kritisierte auch das jetzige Vorgehen, Pflichtaufgaben über befristete Beschäftigungen recht und schlecht zu erfüllen. Der geschilderte Personalnotstand in der Forstverwaltung wurde vom Ministerpräsidenten bestätigt. Generelle Zusagen zur Verminderung der Notlage gab es nicht, mögliche Lösungswege wurden allerdings besprochen. Die für Mai vorgesehene Konferenz mit den Verbänden wird zeigen, wie die Lösungsansätze bis dahin gediehen sind.

Zu den Dauerthemen Wolf, Biber und Luchs erfuhr der Ministerpräsident, was den Landnutzern unter den Nägeln brennt. Es wurde deutlich, dass die EU wohl nicht der begrenzende Faktor für notwendige Reduzierungen ist. Auch hier soll der Dialog mit den Landnutzerverbänden fortgesetzt werden.

Wir stehen früher auf

Unter diesem Slogan hatte unser Fachministerium seinen Internetauftritt modernisiert. Wir wollen den Slogan auch im Reformationsjahr nicht einfach so verschwinden lassen, bitten aber darum, dass er als Aufforderung von uns an die politischen Entscheider im Lande verstanden wird. Denn verstärkt plagen den Walbauern die Schäden, die der Biber im Wirtschaftswald anrichtet. Festzustellen ist, dass die Biberpopulation Dimensionen angenommen hat, die nicht mehr tragbar sind. Für die Wasser- und Bodenverbände nicht, für die Beitragszahler nicht  und schon gar nicht für den Wald. Der Slogan "Wald natürlich nutzen" wird dort fehlinterpretiert, wo er allen jeden Wald zur natürlichen Nutzung zur Verfügung stellt, nach dem Motto: Na dann mal ran an die Bäume lieber Meister Bockert. Die Bilder aus den Wirtschaftswäldern unserer Mitglieder machen es deutlich. Die Bilder von Biberschäden.

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