Kiefernbuschhornblattwespe bedroht tausende Hektar Wald in Südbrandenburg

Kiefernbuschhornblattwespe bedroht tausende Hektar Wald in Südbrandenburg

Südbrandenburg. Im vergangenen Spätsommer kam es in Südbrandenburg, u.a. in einem dort angrenzenden Landkreis zu Sachsen-Anhalt, zu erheblichen Fraßschäden durch die Kiefernbuschhornblattwespe. Günstige Witterungsbedingungen durch Hitze und anhaltende Trockenheit begünstigten die Entwicklung einer zweiten und damit gefährlicheren Generation. Das Ausmaß ist enorm. Mehr als 18.000 ha der Kiefernbestände wurden dabei beschädigt oder kahl gefressen. Und gerade einmal die Hälfte von 5.000 ha zur Bekämpfung beantragter Fläche konnten im vergangenen Jahr mit Insektiziden aus der Luft besprüht werden. Aufwendige Genehmigungsverfahren verhinderten eine zeitnahe und flächendeckende Bekämpfung. Denn wo beispielsweise ein Vogelschutzgebiet ist, verlangte die Untere Naturschutzbehörde ein Gutachten, um sicher zu stellen, dass das Gift nicht auch Vögeln schadet. Die Dauer für ein solches Gutachten betrug mehrere Wochen.

Schätzungsweise 10 % der betroffenen Bestände sind bereits abgestorben. Waldbesitzer fordern nun eine Art „Notfallplan“, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zeitnah in solchen Extremfällen zu gewährleisten. Auch fordern sie eine Entschädigung für ihre Verluste. (Quelle: rbb, 2.3.2017)