Wo bleibt die Forstwirtschaft?

Wo bleibt die Forstwirtschaft?

Seit langem vermisse er, so Mark von Busse in seinem Leserbrief in der F.A.Z. vom 19. März 2018, in der politischen Diskussion bei der Entwicklung des ländlichem Raumes die Forstwirtschaft. "Mit rund 11,4 Millionen Hektar Waldfläche, was immerhin einem Drittel der Gesamtfläche unseres Landes entspricht, liegt Deutschland im Waldreichtum im europäischen Durchschnitt. Mit der großen Landwirtschaftsfläche (17 Millionen Hektar) geben die Wälder dem Landschaftsbild unserer Republik eine besondere Prägung. Dass auch die Forstwirtschaft und der ländliche Raum absolut zusammengehören, zeigen schon die folgenden beeindruckenden Zahlen: Die Hälfte der deutschen Waldfläche befindet sich in den Händen von zwei Millionen Waldeigentümern. Neben dem öffentliche Wald sorgen sie für nachhaltige Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Der Cluster Forst und Holz beschäftigt 1,2 Millionen Menschen, das sind fast doppelt so viele wie in der Automobilindustrie, und sie erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von 180 Milliarden Euro! Neben diesen wirtschaftlichen Leistungen dürfen auch die Klima-, Naturschutz- und Wasserschutz- sowie die Erholungsleistungen nicht vergessen werden. Umso weniger ist es zu verstehen, dass die Forstwirtschaft in der Politik auch in der neuen Regierung anscheinend unbedeutend bleibt. Im Zuge der Regierungsneubildung hätte die Branche die Bezeichnung "Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten" verdient."